Allgemein 26. September 2017 Ilja No comments

Das war #bsen 2.0

Schande über mein Haupt. Ich bin ziemlich spät dran, aber möchte euch trotzdem meine Eindrücke vom der/die/das #bsen nicht vorenthalten. Eins vorweg: Es ist nichts für die gepflegte Bodenreinigung. #bsen ist ein Onliner-Event, was am 1. September statt fand und Blogger, Politiker, Businesspeople sowie andere Medienschaffende zusammen bringen soll. Es geht also um das Vernetzen. Nicht nur in der Diabetes-Community ist Vernetzung wichtig, sondern auch der Blick über den Tellerrand. #bsen ist eine tolle Möglichkeit selber etwas dazu zu lernen, aber auch den Diabeteskram nach Außen zu tragen. Über vielfältige Sessions und Kurzvorträge hat man über den Tag verteilt unzählige Eindrücke aus verschiedenen Blogosphären erhalten.

Das #bsen-Programm

Von 8:30 Uhr bis 18 Uhr war für Programm gesorgt. In Kurzvorträgen konnten sich Projekte vorstellen, das habe ich mit diesem Blog auch genutzt. Das Programm selbst bestand aus Speakern aus den verschiedensten Bereichen. Von Agenturen bis Zukunftsforschern war alles vertreten.

Ich persönlich habe mir zunächst ein Vortrag über Sachsens Blogger- und Influencerszene angeschaut. Hauptsächlich wurden Lifestyle-Blogger gefunden, weitere Kategorien waren Infotainment, Lokales und Promis gewesen. Als Diabetes-Blogger darf ich mich wohl zum Bereich Lifestyle zählen. Die größte Influencerin aus unserer Region ist Katja Krasavice, mag man wohl kennen.

Unter dem Titel „Trust the bloggers!“ haben Anne, Nathalie und Martin einen spannenden Einblick in hyperlokales Bloggen, Lifestyle und Insiderberichte aus Leipzig  gegeben. Als Blogger übernimmt man Verantwortung, da die Leser eine Beziehung zum Schreiber aufbauen, sie werden quasi Freunde. Daher muss man bei bezahlten Beiträgen vorsichtig sein. Es wurde die Frage aufgeworfen, wie man trotz bezahlten Artikeln authentisch bleibt. Eine lockerer und interessanter Blick was man mit Blogs alles erreichen kann.

Hört jemand von euch Diabetes-Podcasts? Podcasts sind ja aktuell der heiße Scheiß auf der Straße. Lucas und Bony von EinfachTon, wo ich mich u.a. am Filmmagazin (hört mal rein) beteilige, haben ein Label gegründet und wollen mit Hilfe von Podcasts gute und spannende Geschichten erzählen. Nach der Präsentation gab es eine angeregte Diskussion, wie man sich auf dem Markt durchsetzen kann bzw. sich finanziert.

Zum Abschluss wurde über Geld geredet oder es gab zumindest den Versuch. Eine Bloggerin aus dem Lifestylebereich wollte erzählen, was ein Blogger kostet, aber „über Geld redet man nicht“. Unter anderem wurde die Plattform Influencer DB erwähnt. Für diese Bloggerin sind hier zum Beispiel 400 Euro für einen Instagrampost angegeben – aus meiner Sicht ein nettes Sümmchen. Ich habe in der Diabetes-Community schon den ein oder anderen unterstützten Post gesehen, aber bezahlte Instagrambilder sind mir noch nicht untergekommen oder die sind einfach nicht markiert. 😉 Üblicher sind wohl die Produkttests für die verschiedenen Anbieter von CGMs, Pumpen und sonstigen Zubehör für den Diabetesalltag.

Hallo, i bims Mr. Diabetes

Natürlich habe ich die Gelegenheit der Kurzvorträge genutzt und Diabetes bzw. meinen Blog vorgestellt. Knackige drei Minuten hatte ich Zeit um über meine Themen und die Motivation hinter dem Blog zu sprechen. Eins kann ich zumindest sagen: Andere Diabetiker und Diabetes-Blogger habe ich bei der Veranstaltung nicht gefunden und damit war es eine tolle Möglichkeit Menschen auf die süße Krankheit hinzuweisen. Auch Aufklärung ist wichtig. Der nächste Referent, der gesunde Snacks herstellt, hatte gefragt, ob ich mit einer Ernährungsumstellung die Krankheit in den Griff kriegen kann, was sicherlich die Intention in Richtung Typ 2 Diabetes hatte. Außerhalb meiner Filterblase merke ich immer wieder, dass die Menschen nicht genug sensibilisiert sind für die Unterschiede bei dieser Krankheit.

#bsen 3.0?

Komme ich wieder? Ich denke schon. Vor allem der Erfahrungsaustausch, wie andere Blogosphären ticken, war toll. Es geht aber nicht nur um Blogs, sondern auch um die Menschen dahinter. Einfach ins Gespräch kommen, Inspiration sammeln und vielleicht mal eine andere Perspektive auf das Schreiben bekommen. Für die nächste Veranstaltung sollte aber eine sessionfreundlichere Location gefunden werden. Die Gläserne Manufaktur in Dresden ist zwar hübsch, aber in der Form leider nicht für Konferenzen geeignet. Manchmal hätte ich mir auch etwas mehr Zeit gewünscht für die Pause und die Gespräche mit den Anwesenden, aber vielleicht war ich einfach noch nicht Blogprofi genug.

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